Bild: © oekonews-  Nina Holler
Tesla Roadster Sport
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Warum wir Tesla Roadster brauchen

25.7.2010
Eine oekonews-Ansichtssache von Doris Holler-Bruckner

So manche Ökoaktivisten meinen, wir müssen verzichten. Es stimmt, wir müssen in manchen Bereichen unsere Lebenseinstellungen ändern. Irgendwann sind die Grenzen des Wachstums erreicht. Wir müssen lernen, umzudenken.
Wir haben viele Fehler gemacht im Laufe der letzten Jahrzehnte. Aber wenn wir unser Leben ändern wollen, so müssen wir, in der Konsumwelt in der wir heute leben, diese Änderungen positiv nach außen tragen. Öko muss Spaß machen- in vielen Bereichen. Das fängt bei den Lebensmitteln an: Slow food oder BIO schmecken meist besser. Unzählige Besucher und Besucherinnen strömten beispielsweise zur Slow Food Messe in Wien- und langsam wirkt sich das auch bei den Einkaufsgewohnheiten der Konsumenten aus. BIO ist ein Konsumfaktor- nicht zufällig gibt es eigene Biolinien bei allen großen Handelsketten.

Als Passivhäuser ganz zum Beginn vorwiegend mit „Kistenarchitektur“ aufwarteten, da waren noch nicht viele Menschen davon zu überzeugen, das Energieeffizienz beim Bauen wirklich sinnvoll ist. Nun, wo wir beim Aktivhaus, beim Plusenergiehaus und ähnlichem angelangt sind, Häusern die ihren Restenergiebedarf mit erneuerbaren Energien decken können oder sogar vor Ort mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen, ist das Passivhaus zu einem Verkaufsschlager geworden. Der Siegeszug begann mit architektonisch schön gestalteten Passivhäusern.

Und auch bei einem unserer Lieblingskonsumobjekte, beim Auto ist es ähnlich. Ein Umstieg auf Elektromobilität scheint plötzlich so nahe wie nie zuvor. Klar, ein paar Hürden gibt es noch, aber das Elektroauto scheint nun zu kommen.

Viel dazu beigetragen hat der Tesla Roadster aus Kalifornien – ein Elektrosportwagen, den man bereits kaufen kann und der zeigt, was Elektromobilität kann. Wenn man mit Ökostrom tankt , dann ist er ohne CO2-Emissionen unterwegs.

Ich gebe es ehrlich zu: Ich liebe den Tesla Roadster. Er ist nicht nur einfach ein Sportwagen - seine grandiose Beschleunigung macht unendlich viel Spaß - "es geht einfach so schnell, dass er schnell ist" – und das mit entsprechender Reichweite dazu.

Nicht zufällig fahren Hollywood Stars, wie Matt Damon, Leonardo di Caprio, George Clooney aber auch Kaliforniens Governeur , Arnold Schwarzenegger, einen Tesla Roadster. Fun und Spaß mit reinem Gewissen- was will man mehr?

Und es passieren Erlebnisse bei Tesla-Roadster Ausfahrten, die man sonst einfach nicht hat. Ein kleiner Rückblick auf eine Tesla Fahrt diese Woche: An der Kreuzung hüpft der hinter mir Fahrende plötzlich aus seinem Auto und horcht hinten beim Roadster: „Wollte nur das Geräusch hören! Genial wie leise!“ ruft er. Ein paar Minuten später fährt ein Motorradfahrer hinter mir her: „ Großartig, ein Tesla- wollte ich schon immer sehen! Das Ding zeigt, was geht. Dort müssen wir hin,“ meint er.

Immer wieder werde ich angesprochen- wahre Begeisterung bei vielen Menschen. Sogar vor gelassen wird man beim Einreihen in der Stadt. Es ist unglaublich. Ein Blick auf den Tesla, und die Leute verstehen, warum Elektromobilität möglich ist.

Ich bin übrigens kein Autofetischist. Ich sehe Autofahren meist als Notwendigkeit, um zu meinen Terminen zu kommen. Ich fahre oft mit den Öffis - lange Strecken bevorzugt mit der Bahn, da ich in dieser Zeit in Ruhe arbeiten kann. Ich benutze die U-Bahn und die Straßenbahn und mir ist klar, dass es Alternativen zum Individualverkehr geben muss. Aber nicht alle wohnen in Städten- und eine Kombination von Öffis mit Elektromobilität ist absolut sinnvoll.

Dennoch liebe ich den Tesla Roadster- weil ich felsenfest überzeugt bin, dass wir die Menschen nur mit Begeisterung bewegen können und nur so ein Umdenken erreicht werden kann.

PS: Tesla Motors arbeitet übrigens daran, Elektromobilität in die Masse zu bringen: Es fahren derzeit auch 1200 E-Smarts mit Tesla Batterietechnik, das sind genau gleich viele Tesla Roadster wie E-Smarts auf den weltweiten Strassen. AUßerdem wurde gerade mit Toyota ein Prototyp für ein E-Auto entwickelt und Tesla Motors selbst will 2012 den Sedan S, eine Elektrolimousine auf den Markt bringen.

Ich höre auch die Bedenken, dass das Elektroauto nicht die jetzigen Autos 1:1 ersetzen kann, weil es schon heute Stau und zuviel Platz für Autos in den Städten gibt. Aber Elektroautos sind weit leiser und stinken nicht, Feinstaubprobleme sind von gestern... und es spricht auch mit der Einführung von Elektroautos nichts gegen mehr Platz für Fußgeher, Radfahrer usw. in den Innenstädten. Ohne Autos werden wir wohl nicht auskommen, nicht überall rechnen sich öffentliche Verkehrsmittel, auch wenn sie stärker frequentiert werden sollten, Güter müssen transportiert werden (Nahziel .B. Elektroautos für den Bäcker). Wenn schon: Burn rubber, not oil- einer der Leitsprüche von Tesla.

LeserInnen-Kommentare:

Elektroautos für Otto Normalverbraucher!

Der Tesla Roadster zeigt was technisch möglich ist. Schön und gut, aber trotzdem hat so ein Auto - oder ich würde es Spielzeug für Reiche nennen - keine Zukunft! Wir brauchen alltagstaugliche und leistbare (E-)Autos, keine PS Schleudern, die kaum Platz bieten! Und selbst wenn man mit CO2 neutralem Strom fährt, ist das kein Grund auf Sparsamkeit zu verzichten, sonst werden wir eine Umstellung des Energiesystems sicher nicht rechtzeitig schaffen! Interessant wäre es sich eine Lebenszyklusanalyse für den Roadstar anzusehen, würde gerne wissen wie viel Energie da in die Herstellung fließt. Mit freundlichen Grüßen!
Kommentar von: Martin Siller am 2.8.2010 um 11:00 Uhr
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